Anlegerschutz bei Kapitalanlagen: „Der eingetretene Schaden“

Entgegen einer verbreiteten Ansicht besteht der Schaden eines Anlegers im juristischen Sinne nicht darin, dass die von ihm getätigte Kapitalanlage Verluste einbringt. Der Anleger muss somit nicht darlegen, wie hoch seine bisher erlittene Verluste angefallen sind.

Anlegerschutz durch die Rechtsprechung:

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist der Schaden eines falsch beratenen Anlegers vielmehr darin zu sehen, dass er eine auf der Falschberatung beruhende Entscheidung getroffen hat, die er nicht getroffen hätte, wenn er über die Nachteile und Risiken einer Kapitalanlage ordnungsgemäß aufgeklärt worden wäre.

Der Anleger kann deshalb im Wege der sog. Naturalrestitution von jedem möglichen Anspruchsgegner verlangen, so gestellt zu werden, wie er stünde, wenn er die Anlageentscheidung nicht getroffen hätte.

In der Regel bedeutet dies, dass der Anleger sämtliche bisher eingezahlten Gelder erstattet erlangen kann. Im Gegenzug muss unter Umständen der erlangte „Vorteil“, die Kapitalanlage, übertragen werden.

Anlegerschutz durch den Bundesgerichtshof gestärkt:

Mit seiner Rechtsprechung stellt der Bundesgerichtshof sicher, dass der geschädigte Anleger sich nicht etwa mit dem Einwand der Gegner herumschlagen muss, die getätigte Anlage laufe doch wunderbar. Der Anspruch des Anlegers auf Rückzahlung des eingezahlten Geldes ist, wie dargestellt, vollkommen unabhängig davon zu beurteilen, wie sich die Anlage entwickelt hat.

Durch die Rechtsprechung wird der Schutz für geschädigte Anleger gestärkt. Sie als betroffener Anleger und Verbraucher können davon Gebrauch machen. Bei weiteren Fragen und stehen wir, Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke und Rechtsanwalt Christoph Hentze mit unserer Erfahrung Ihnen zur Seite, nehmen Sie Kontakt zu uns auf: www.kanzlei-roehlke.de.